29.08.2018
Das Thema der funktionalen Sicherheit, ist von erheblicher Wichtigkeit – jedoch und deswegen greifen wir es heute auf, wird es immer wieder „weggespart“ und bringt Hersteller und Betreiber in eine unbequeme Situation! Spätestens dann, wenn die benannte Stelle die Nachweise sehen möchte, kommen Betreiber und Hersteller in Erklärungsnot.
Bitte lesen Sie auch den Teil des Newsletter – Relevante Kenngrößen für die SIL Festlegung.
Basis/Anwendung dieser Normenreihe:
Diese Internationale Norm beschreibt einen allgemeinen Lösungsweg für alle Tätigkeiten während des Sicherheitslebenszyklus für Systeme, die aus elektrischen und/oder elektronischer und/oder programmierbaren elektrischen Elementen bestehen und die eingesetzt werden, um Sicherheitsfunktionen auszuführen. Diese allgemeine Darstellung, das zeigen von Lösungswegen wurde gewählt, um ein sinnvolles und konsistentes technisches Verfahren für alle elektrischen Sicherheitssysteme zu entwickeln.
Diese Lösungswege und Ansätze dieser Normenreihe, sind die Basis für die Entwicklung von produkt- und anwendungsspezifischen internationaler Normen.
In den meisten Situationen wird die Sicherheit durch eine Anzahl von Systemen erreicht, die auf vielerlei Technologien basieren. (Hydraulik, Elektrik, programmierbare Elektronik) Deshalb betrachtet jede Sicherheitsstrategie, nicht nur die Elemente eines Einzelsystems (Aktor, Sensor, Auswertung), sondern unbedingt die Systeme, die die Gesamtheit der sicherheitsbezogenen Systeme bilden.
Diese Normenreihe wurde für alle Anwender und Hersteller entwickelt, die für die Konstruktion, Auslegung und Nachweisführung sämtlicher sicherheitsbezogener Systeme verantwortlich sind. Jedwede Komplexität, jedwedes Risiko/Gefährdung in den vielfältigsten Anwendungsbereichen, wird in Abhängigkeit/Anwendung dieser Normenreihe gelöst.
Diese Normenreihe ermöglicht es, produkt- und anwendungsspezifische Normen zu erstellen. Der Hinweis der Zugehörigkeit zu dieser Normenreihe, finden sich in den Literaturhinweisen der Normen, die auf Basis der DIN EN 61508 entwickelt wurden.
Beispiele sind – DIN EN 50156, Reihe der DIN EN 12953 und DIN EN 12952, DIN EN 61511, DIN EN ISO 13849 und DIN EN 62061.
Sämtliche Hersteller von sicherheitsbezogene Bauteilen, geben auf Basis dieser Normenreihe Ausfallgrenzen an, Wahrscheinlichkeiten und legen Level fest, in der die Bauteile in sicherheitsbezogenen Systemen verwendet werden können.
Fazit:
Normative Verweise/Literaturhinweise in Normen sind für komplexe Anwendungen erforderlich. Diese Verweise müssen beachten werden, um die Anforderungen der sicherheitsbezogenen Steuerungen für die vielfältigen Anwendungen zu realisieren und die Gefährdungen/Risiken zu beherrschen.
Deshalb sind die Inhalte der DIN EN 61508 bei der Realisierung der sicherheitsbezogenen Steuerungen (Hardware, Software) einzubeziehen.
Eine Vernachlässigung dieser Normenreihe bedeutet, die bestehenden Gefährdungen/Risiken, nicht vollständig zu beherrschen.
Die DIN EN 50156-1 verlangt einen rechnerischen Nachweis (z.B. Pfad 1H nach DIN EN 61508-2). In Abhängigkeit der Vorlage der erforderlichen Zuverlässigkeitsparameter der Geräte oder Teilsystemen, muss rechnerisch ergeben, dass die Sicherheitsintegrität des sicherheitsbezogenen Systems dem erforderlichen Sicherheits-Integritätslevel entspricht.
SIL Zertifikate mit Herstellerangaben zu Ausfallraten – unentdeckte und entdeckte gefährliche Ausfälle λ – sind erforderlich.
Unsere Leistung dazu:
– Normenrecherche zum Produkt bzw. zur Anwendung
– Durchführung der Risikobeurteilung bzw. Gefährdungsanalyse
– Berechnung und Auslegung der Sicherheitskreise
– Erstellung der notwendigen Abschaltmatrix
– Vorbereitung zur Abnahme durch die Benannte Stelle
Die Erstberatung ist bei der IFAN ist immer kostenlos!
Autor:
Mario Haake
Co-Founder IFAN